Zölle, Iran und Rohöl: Drei drohende Stürme
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Zölle, Iran und Rohöl: Drei drohende Stürme

Zollkriege, verschärft durch einen Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie eine Blockade der Straße von Hormus, ließen die Ölpreise steigen. Kombinierte Risiken treffen die Wirtschaft.


Nahostkrise trifft auf Zollkrieg: Kombinierte Risiken werden Realität

Die von der Trump-Administration im April 2025 verhängten „gegenseitigen Zölle“ erschüttern auch im April 2026 weiterhin die Weltwirtschaft. Verschärft durch einen Militärschlag gegen den Iran, der zu einer Blockadekrise in der Straße von Hormus führte, steht Japan vor einer dreifachen Belastung durch Zölle, Rohöl- und Rohstoffpreise.

Aktueller Stand der Zölle

Zwischen den USA und China pendelte sich die anfängliche Vergeltungsspirale von 145 % zu 125 % im Mai 2025 auf ein vorübergehendes Abkommen ein, wodurch die effektiven US-Zölle auf China auf rund 30 % sank (effektiv etwa 50 % in Kombination mit früheren Zöllen). Japans Verhandlungsstrategie war erfolgreich und löste sowohl die Auto- als auch die gegenseitigen Zölle mit einer **Obergrenze von 15 % im August 2025** auf. Die Zölle von 25 % auf Autoteile bleiben jedoch bestehen, wobei sich die Zollkosten für die sieben großen japanischen Autohersteller allein in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025 auf **1,4 Billionen Yen** beliefen. Die EU hat sich ebenfalls auf eine Obergrenze von 15 % geeinigt, obwohl das Risiko von Neuverhandlungen bestehen bleibt.

„Operation Epic Fury“ und steigende Rohölpreise

Am 28. Februar 2026 starteten die USA und Israel groß angelegte Luftangriffe auf Nuklear- und Raketenstützpunkte des Irans. Die Islamische Revolutionsgarde erklärte eine **Blockade der Straße von Hormus**, woraufhin WTI-Rohöl vorübergehend auf **120 USD pro Barrel** stieg. Zum 5. April 2026 bleibt der Preis mit rund 112 USD auf hohem Niveau.

Für Japan ist die Straße von Hormus eine Lebensader, über die rund 74 % der Rohölimporte abgewickelt werden. Wenn die Blockade anhält, wird die Freigabe nationaler Erdölreserven zu einer realistischen Option. Nach Angaben der Teikoku Databank stiegen allein im April 2026 die Preise für rund 2.800 Lebensmittel, was die Haushaltsbudgets neben steigenden Stromrechnungen und Benzinpreisen stark belastet. Das Japan Research Institute schätzt das Risiko eines Rückgangs des BIP-Wachstums auf bis zu **1 %**.

Verhandlungen dauern an, aber die Aussichten bleiben ungewiss

Seit April 2026 verhandeln die USA und der Iran über ein Waffenstillstandsabkommen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus hat sich auf etwa 8 Schiffe pro Tag erholt, ist jedoch im Vergleich zum Normalniveau immer noch stark reduziert. An der Zollfront hält die Verwirrung in den USA an, nachdem der Oberste Gerichtshof gegenseitige Zölle für verfassungswidrig erklärt hatte. Da sich zwei Krisen gleichzeitig entfalten, ist die Stärkung des Risikomanagements sowohl im Export als auch im Energiebereich für japanische Unternehmen dringend erforderlich.

【Referenzmaterialien】

Nikkei „Vollständige Liste der gegenseitigen Zölle der USA veröffentlicht: Japan 24 %, China 34 %“ https://www.nikkei.com/article/DGXZQOCB031J90T00C25A4000000/

JETRO „Ein Jahr nach dem Start der Trump-Zölle: Ein Blick auf die Veränderungen im US-Handel“ https://www.jetro.go.jp/biz/areareports/2026/2ea5c348bcac23e9.html

Weißes Haus Ankündigung zur „Operation Epic Fury“ https://www.whitehouse.gov/releases/2026/03/peace-through-strength-president-trump-launches-operation-epic-fury-to-crush-iranian-regime-end-nuclear-threat/