Heute ist der 1. April: Wo liegt die Grenze für Scherze?
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Heute ist der 1. April: Wo liegt die Grenze für Scherze?

Ein Blick auf die Ursprünge des 1. April und die Grenzen harmloser Scherze im Social-Media-Zeitalter, um rechtliche Probleme und Falschinformationen zu vermeiden.


Heute ist der 1. April, der Aprilscherz-Tag. Als jemand in den Fünfzigern ist dies ein Ereignis, das ich in meinem Leben etwa 60 Mal erlebt habe. Obwohl es sich als ein Tag etabliert hat, an dem man sich über leichte Scherze freut, ist sein Ursprung überraschend unklar. Der Historical Newspapers Guide der Library of Congress stellt fest, dass bereits in einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1900 erwähnt wurde, dass "die Menschen selbst nicht wissen, warum es so genannt wird". Mit anderen Worten: Anstatt einen einzigen festen Ursprung zu haben, entspricht es eher der Realität, dass alte Bräuche zusammen mit mehreren Theorien überliefert wurden.

Historisch gesehen gehörten zu den klassischen Streichen, Menschen um nicht existierende Botengänge zu bitten oder falsches Essen zu servieren. Heute hat sich dies dahingehend gewandelt, dass Unternehmens-Accounts imaginäre neue Produkte, unglaubliche Funktionserweiterungen oder kleine Missverständnisse unter Freunden posten. Was einen Streich als typische Aprilscherz-"Lüge" akzeptabel macht, ist, dass er schnell als Scherz aufgelöst wird und dem Getäuschten kein tatsächlicher Schaden entsteht.

Umgekehrt ändert sich die Atmosphäre sofort, sobald man die Grenze dessen überschreitet, worüber man noch lachen kann. Die Regierungs-Öffentlichkeitsarbeit online weist ausdrücklich darauf hin, dass das Posten oder Verbreiten von gefälschten Nachrichten oder Fehlinformationen zu Anklagen wegen betrügerischer Behinderung des Geschäftsbetriebs oder zu Schadensersatzpflichten führen kann. Das Verbreiten kritischer Informationen über Katastrophen, Unfälle, Betriebseinstellungen, Krankheiten, Verhaftungen oder Insolvenzen als "Scherze" ist ein typisches Beispiel dafür. Selbst wenn der Verfasser es als Scherz meint: Sobald ein Dritter es ernst nimmt und verbreitet, übersteigt die Wirkung leicht den Rahmen eines Scherzes.

Ein weiterer Punkt zur Vorsicht sind persönliche Daten und Verleumdungen. Die IPA warnt davor, dass selbst Beiträge, die für Freunde in sozialen Netzwerken gedacht sind, dazu führen können, dass Dritte Personen identifizieren. Themen wie Adressen, Pläne, Arbeitsplätze, Familienbeziehungen, Krankengeschichten oder Liebesbeziehungen für "Scherze mit Pointe" zu nutzen, ist gefährlich. Das Gleiche gilt für Geschichten, die den Ruf anderer schädigen, oder unbestätigte Enthüllungen; Misstrauen und realer Schaden gehen dem Lachen voraus.

Wenn wir für den diesjährigen Aprilscherz eine Grenze ziehen wollten, sind die Kriterien einfach: Kann die andere Person später darüber lachen? Ist es harmlos, wenn ein Dritter es missversteht? Werden persönliche Daten oder die Glaubwürdigkeit nicht beschädigt? Eine "Lüge", die diese drei Kriterien nicht erfüllt, ist kein Scherz mehr, sondern ein Risiko. Wenn wir den 1. April als einen Tag voller Spaß beibehalten wollen, passt es besser in die heutige Zeit, andere nicht zu verletzen, anstatt sie nur zu überraschen.


QuellenLibrary of Congress April Fools' Day: Themen im Projekt Chronicling AmericaRegierungs-Öffentlichkeitsarbeit online: Vorsicht vor Fake News und Falschinformationen im Internet!IPA: Im Verborgenen liegende Gefahren von Social Media!