Erster Auftritt in Japan! Ich habe das Blechbläserquintett Seraph Brass besucht.
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Erster Auftritt in Japan! Ich habe das Blechbläserquintett Seraph Brass besucht.

Seraph Brass, ein rein weibliches Blechbläserquintett, trat zum ersten Mal in Japan auf. Statt einer Sinfonie habe ich dieses Konzert in Sumida Triphony Hall besucht. Hier ist mein Bericht.


Was ist Seraph Brass?

Es ist ein hochkarätiges weibliches Blechbläserquintett, das mit dem amerikanischen Preis „The American Prize (Kammermusik)“ ausgezeichnet wurde und von Musikmagazinen weltweit gelobt wird. Als Pionierinnen in der männerdominierten Blechbläserszene ist dieses Quintett mit brillanter Technik und herausragender Ausdruckskraft aktiv auf Konzertreisen mit einer dynamischen Besetzung.


Die Geschichte von Seraph Brass

Als Ensemble, das wie the Name „Seraph“ (Seraphim/sechsflügeliger Engel) eine feurige Leidenschaft mit einer engelsgleichen, klaren Schönheit verbindet, wurde das Quintett 2014 von der Trompeterin Mary Elizabeth Bowden gegründet.

Hinter ihren Aktivitäten steht ein starkes Sendungsbewusstsein: „die herausragenden Fähigkeiten und das Potenzial von Blechbläserinnen zu demonstrieren“ und „Musikerinnen vorzustellen, die bisher im Rampenlicht vernachlässigt wurden, sowohl in Bezug auf die Künstler als auch auf das Programm“. Mit einem breiten Repertoire von klassischer Originalliteratur über Popmusik bis hin zu Auftragsarbeiten und Uraufführungen neuer zeitgenössischer Musik sind sie als „Yamaha Performing Group“ anerkannt und treten aktiv in den USA und auf internationalen Bühnen auf. Übrigens, durch das Sponsoring von Yamaha erhalten sie Instrumente und Unterstützung für ihre Konzerte.


Merkmale von Seraph Brass

  1. Pionierinnen des Wandels in der Musikwelt: In der männerdominierten Blechbläserszene präsentieren sie weiterhin höchste künstlerische Standards und dienen vielen weiblichen Musikerinnen als Vorbild.
  2. Überragendes Leistungsniveau: Hier versammeln sich Spitzenspielerinnen, die in führenden amerikanischen Orchestern und Musikhochschulen aktiv sind. Internationale Medien wie das Gramophone-Magazin loben ihr „erstaunliches Leistungsniveau“.
  3. Vielseitige Programmgestaltung: Von Puccinis Oper „Turandot“ über Gershwins „Rhapsody in Blue“ bis hin zu einem Broadway-Medley zeichnen sie sich durch ein unterhaltsames Programm aus, das das Publikum begeistert.


Mitgliedervorstellung

Seraph Brass arbeitet mit einer dynamischen Besetzung, und die Besetzung für ihren ersten Auftritt in Japan sieht wie folgt aus:

Instrument / Name

Hintergrund

Trompete

Mary Elizabeth Bowden

Solistin, die im Alter von 14 Jahren ihr Studium begann und am renommierten Curtis Institute of Music und der Yale School of Music studierte. Sie ist die treibende Kraft und Gründerin dieses Ensembles neben ihrer Arbeit in zahlreichen Orchestern.

Trompete

Morgen Low

Absolventin der Northwestern University und des Oberlin Conservatory. 1. Platz beim Next Generation Trumpet Competition 2022. Stellvertretende Solotrompeterin des Sarasota Orchestra, Fellow des New World Symphony, Gastauftritte beim Indianapolis Symphony etc. Auch als Pädagogin aktiv.

Posaune

Lauren Casey-Clyde

Promotion an der University of Texas, außerordentliche Professorin an der Texas Lutheran University. Auftritte mit dem Boston Symphony Orchestra, Solistin bei IWBC und Barockposaune (Sackbut). Sowohl akademisch als auch konzertant aktiv.

Horn

Layan Atieh

Absolventin des Peabody Institute der Johns Hopkins University und des Cleveland Institute of Music. Aktiv in Chicago, u. a. mit dem Chicago Symphony Orchestra und als Civic Orchestra of Chicago Fellow.

Tuba

Robin Black

Mit 18 Jahren Solotubistin des Milwaukee Symphony Orchestra. Studium bei Dave Kirk an der Rice University. Gewinnerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter der 1. Platz beim US Marine Band Concours 2018 und beim Falcone International Tuba and Euphonium Festival.


Eindrücke vom Konzert

Dieses Konzert fand am Abend ab 19:00 Uhr nach der Arbeit statt, und obwohl dieses Ensemble in Japan kaum bekannt ist, war der Saal fast ausgebucht. Veranstaltungsort war die Sumida Triphony Hall. Eine große, sehr verkehrsgünstig gelegenene Halle, nur 1-2 Gehminuten vom Bahnhof Kinshicho entfernt.


Die Akustik der Halle bot keinen Anlass zu großen Klagen, und das Spiel der pfünf Musikerinnen hallte wunderbar durch den Raum. Da das Publikum überwiegend aus älteren Menschen bestand (ich selbst gehöre auch schon zu den Fast-Sechzigern w), zeigten sich die Zuhörer sehr diszipliniert, und wir verbrachten ohne Zweifel eine wunderbare Zeit. Die Stücke waren klug ausgewählt – viele bekannte Melodien, jeweils kurz und kurzweilig arrangiert, was das Konzert ideal für Klassik-Einsteiger machte. Ich persönlich würde 70 von 100 Punkten geben. Da die Tickets günstig waren, war das Preis-Leistungs-Verhältnis hervorragend.

Allerdings dachte ich mir, dass das Arrangement für ein Blechbläserquintett noch etwas mehr Finesse vertragen hätte. Schade war auch, dass die zweite Trompeterin Morgen Low einen schöneren Ton hatte als die Leiterin Mary. Ich hatte auf ein fantastisches Zusammenspiel hoft, ähnlich dem Duo von Sonny Rollins und Sonny Stitt (die beiden Sonnys spielten zwar Saxophon w), und war daher ein wenig enttäuscht. Dennoch bieten Live-Konzerte eine Dynamik, Atmosphäre und Klangfülle, die digitale Musik nicht ersetzen kann und die das Herz auf eine Weise berühren, die selbst die besten digitalen Aufnahmen verblassen lässt.