Besteigung des Fuji: Routen & Geschichte des Asama-Glaubens
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Besteigung des Fuji: Routen & Geschichte des Asama-Glaubens

Im Juli beginnt die Fuji-Saison. Vergleichen Sie die 4 Routen. Erfahren Sie mehr über den Asama-Glauben (zur Beruhigung des Vulkans), 1.300 Asama-Schreine und das Hatsuyamamairi für Babys.


Der Berg Fuji, das Symbol Japans, kündigt den Beginn des Sommers an. Jedes Jahr im Juli zieht die Eröffnung des Berges (Yama-biraki) zahlreiche Bergsteiger aus aller Welt an. Doch der Fuji is kein gewöhnlicher Berg. Hinter seinen majestätischen Hängen verbirgt sich die Geschichte des Asama-Glaubens, der aus Gebeten zur Besänftigung des Vulkans entstand.

In diesem Artikel stellen wir die Routen und den Zeitplan für 2026 vor. Wir beleuchten die Ursprünge des Fuji-Kults, das Netzwerk der Asama-Schreine und Bräuche wie das Hatsuyamamairi.

Zeitplan 2026 und Vergleich der Vier Routen

Es gibt vier Hauptrouten auf den Berg Fuji mit unterschiedlichen Eröffnungsdaten auf der Yamanashi- und Shizuoka-Seite.

Route Eröffnung (2026) Startpunkt & Höhe Gehzeit (Aufstieg / Abstieg) Merkmale & Schwierigkeit
Yoshida-Route (Yamanashi) 1. Juli - 10. September Fuji Subaru Line 5. Station
(2.305m)
Ca. 6 Std. / 4 Std. Getrennte Auf- und Abstiegswege. Viele Hütten, ideal für Anfänger, aber sehr überlaufen. Verkehrsregeln beachten.
Fujinomiya-Route (Shizuoka) 10. Juli - 10. September Fujinomiya 5. Station
(2.400m)
Ca. 5 Std. / 3 Std. Höchster Startpunkt, kürzeste Distanz. Steiler und felsiger Pfad.
Subashiri-Route (Shizuoka) 10. Juli - 10. September Subashiri 5. Station
(2.000m)
Ca. 6 Std. / 3 Std. Waldgebiet bis zur 8. Station bietet Schatten. Bekannt für die Sandabfahrt "Sunabashiri".
Gotemba-Route (Shizuoka) 10. Juli - 10. September Gotemba Neue 5. Station
(1.440m)
Ca. 7 Std. / 3 Std. Tiefster Startpunkt, größter Höhenunterschied. Nur für erfahrene Kletterer. Bekannt für das "Osunabashiri".

Ursprünge des Asama-Glaubens: Den Vulkan besänftigen

Die Verehrung des Fuji entstand aus Angst vor den verheerenden Kräften des Vulkans.

1. Die Fernverehrung "Yohei"
In Zeiten heftiger Ausbrüche sahen die Menschen im Feuer des Berges die Wut einer Gottheit. Sie nannten sie "Fuji-no-kami" und beteten aus sicherer Entfernung zum Berg. Dies ist der Ursprung des Yohei-Kults.

Der Yamamiya-Asama-Schrein in Fujinomiya hat keine Hauptgebäude, sondern nur eine Steinmauer zur direkten Verehrung des Berges. Er ist ein wertvolles Zeugnis der Antike und Teil des UNESCO-Welterbes.

2. Der Jogan-Ausbruch und die Asama-Schreine
Im Jahr 864 zerstörte der Jogan-Ausbruch viele Hütten und formte den heutigen Aokigahara-Wald sowie die drei Seen (Motosuko, Shojiko, Saiko).

Um die Gottheit zu besänftigen, gründete der Hof den Hauptschrein Fujisan Hongu Sengen Taisha in Suruga und den Kawaguchi-Asama-Schrein in Yamanashi. So entstand das Netzwerk der Schreine.

3. Übergang zur Besteigung "Tohei"
Nach 1083 beruhigte sich der Vulkan. Die Gläubigen begannen, den Berg zu besteigen (Tohei), um dort Askese zu betreiben, was den Beginn des Shugendo markierte.

Das Netzwerk der Asama-Schreine und der Hauptschrein

Es gibt rund 1.300 Asama-Schreine in Japan, die dem Berg gewidmet sind.

1. Sengen Taisha und Tokugawa Ieyasu
Der Hauptschrein ist das Fujisan Hongu Sengen Taisha. Tokugawa Ieyasu schenkte dem Schrein das heutige Hauptgebäude nach seinem Sieg in Sekigahara. Er vermachte dem Schrein auch das Gebiet oberhalb der 8. Station. Bis heute gehört der Gipfel des Berges dem Schrein.

2. Der "Fujiko"-Boom in der Edo-Zeit
In der Edo-Zeit wurden Pilgergruppen namens "Fujiko" populär. Für diejenigen, die nicht reisen konnten, wurden in lokalen Schreinen Miniaturhügel aus Lavasteinen errichtet (Fujizuka).

"Hatsuyamamairi" für die Gesundheit von Babys

Jedes Jahr am 1. Juli wird im Osten Japans das Hatsuyamamairi-Fest gefeiert.

Babys, die im vergangenen Jahr geboren wurden, erhalten im Schrein einen roten Schutzstempel (Shuin) auf die Stirn. Dies soll sie vor Krankheiten im Sommer schützen. Zudem werden uchiwa-Fächer zur Abwehr böser Geister verkauft.

Fazit: Nachhaltiges Besteigen des Fuji

Obwohl der Fuji heute leicht zugänglich ist, dürfen wir seine heilige Bedeutung nicht vergessen.

Der Berg leidet unter Overtourism und Umweltproblemen. Neue Regeln schützen die Natur. Wir sollten dem Berg stets mit Respekt begegnen.


【Quellen】


1. Offizieller Fuji-Führer: "Ursprünge des Glaubens"
2. Offizielle Bergsteiger-Website: "Routen & Sicherheit"
3. Sengen-Taisha-Schrein: "Offizielle Website"